
Marie Paurois
Autor: Jamie Allison
Genre: Kurzgeschichtensammlung/-serie, Jugendkrimi
Marie Paurois ist zu Beginn der Reihe 15 Jahre alt. Sie wohnt in der Villa ihrer vermögenden Eltern am Sahrower See. Ihre Hauptfreizeitbeschäftigungen sind Reiten, Fahrrad fahren – und vor allem das Lösen von Kriminalfällen.
Bei Letzterem hilft ihr hin und wieder Annika Hinrichs. Sie ist im selben Alter. Marie ist ihr gegenüber zu Beginn eher reserviert, doch im Laufe der Serie wird Annika zu ihrer besten Freundin. Annikas Vater arbeitet bei einer Hamburger Versicherungsgesellschaft und hat ein privates Zeitungsarchiv.
Weitere wiederkehrende Charaktere sind u.a. Kriminalmeisterin Janike Jork, Polizeiwachtmeister Siegbert Opitz, die Geschwister Fabian und Jette Trundholm (erste Auftritt in Episode 3) und, wohl am Wichtigsten von allen, Gisela Böteback, Betreiberin eines Imbissstandes.
Die Fälle sind dabei unterschiedlichster Natur und gehen in der Größenordnung von Diebstählen und Raubüberfällen bis hin zu Spionage, wobei die spektakulärsten Fälle meist Cold Cases aus der Vergangenheit sind. In Einzelfällen kommen auch scheinbar übernatürliche Phänomene vor, die aber immer eine rationale Erklärung haben, wie man es etwa von den drei ??? her kennt. Aber es gibt auch Fälle, die ohne das auskommen.
Maries Heimatort ist das fiktionale Sahrow, einer Ortschaft an der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, welche auch den See teilt. Das wird gleich in der ersten Geschichte wichtig, „Marie Paurois und der leuchtende See“. Dort spielt die Lage des Ortes an bzw. auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze eine Rolle für den Fall.
Wiederkehrende Muster sind Maries ausgeprägtes Modebewusstsein, ihre Vorliebe für Mettbrötchen mit extra Zwiebeln sowie die häufige Erklärung, dass sie ihren Nachnamen von ihrem Großvater hat, der aus der französischsprachigen Schweiz kam. Eine Besonderheit ist zudem, dass Maries Eltern in der Handlung einer jeden Geschichte auf Geschäftsreise sind, sodass sie niemals persönlich auftreten.
Zeitlich ist die Serie um das Jahr 2013 herum angesiedelt.
Maries Nachname, Paurois, ist dabei kein Zufall: Die Geschichten, mitsamt ihren Figuren, basieren lose auf der Romanreihe „Hercule Poirot“ von Agatha Christie. Man kann sie als Pastiche oder Hommage begreifen. Wenn man die Reihe kennt, versteht man die Anspielungen, aber die Geschichten funktionieren auch ohne Vorkenntnisse für sich.
Nebst Agatha Christie finden sich punktuell Einflüsse von Rolf Kalmuczak (alias Stefan Wolf), Robert Arthur, Felix Huby, Herbert Reinecker und einigen weiteren.
Aktuell (Stand September 2026) existieren sechs Episoden, quasi als eine Art 1. Staffel. Geplant sind bisher weitere sechs.
Am 14. September 2026 erschien die 58. Folge des Podcasts otto-alpha-6 von marcm200 und P.Tesselbrück, in der der Autor kurz seine Serie vorstellen konnte.
Gute Serienvorstellung, die alles beinhaltet, was die Serie ausmacht.
Mettbrötchen – ganz wichtig! 🙂
Schönes Serien-Vorstellungs-Bild auch, das viele Motive der ersten sechs Episoden aufgreift. Zwei Details kann ich nicht zuordnen. Ist das Foreshadowing auf die angekündigte 2. Staffel?
Und der Rübezahl, der sich links oben im Wald versteckt? Weiterer mystisch angehauchter Fall incoming?
Danke schön! 🙂 Mettbrötchen sind richtig und wichtig, erst recht mit Zwiebeln! Ohne Mampf kein Kampf. 😉
Das Vorstellungsbild hat Cheffe sauber hinbekommen. 🙂 Und nein, alle Details entstammen der ersten Staffel, da hab ich nichts „geleakt“. 😀
Ja, die Projektvorstellung ist gut geworden. In der Tag-Version sieht man „Das Leuchten im See“ leider nicht, aber ansonsten vereint das Bild alles aus den ersten – ich glaube, sechs – Teilen. 😀